TwinView + Nvidia unter Ubuntu sinnvoll nutzen

Nach längerer Pause melde ich mich endlich wieder zurück.

Seit meinem Upgrade auf Ubuntu 12.04 will mein Laptop XPS M1530 nicht mehr richtig mit meinem externen 24-Zoll-Monitor arbeiten, den ich über HDMI angeschlossen habe.
Nach der Installation des proprietären Nvidia-Treibers und der gewohnten Einstellungen mittels nvidia-settings funktioniert erst einmal alles. Als ich dann schließlich das erste Mal das HDMI-Kabel entfernt habe und mittels Fn+F8 den Bildschirm rekonfigurieren lassen wollte, tut mein Laptop nichts. Der Primäre Bildschirm schaltet sich nicht automatisch vom externen Monitor auf den Laptop um.

Nach einigem Stöbern im Netz bin ich schließlich auf das Tool disper gestoßen. Dabei handelt es sich um ein Kommandozeilenprogramm, mit dem man die Umschaltung zwischen verschiedenen Monitoreinstellungen schnell und ohne den Aufruf von nvidia-settings durchführen kann.

Folgendes Vorgehen führte bei mir zum Erfolg:

  1. Zunächst mittels disper -l die aktuell angeschlossenen Displays ermitteln. Diese heißen bei mir DFP-0 (Display des Laptops) und DFP-1 (Samsung SyncMaster).
  2. Mittels disper -e -d DFP-1,DFP-0 ergibt sich nun folgende Anordnung:
    Externer Monitor als primärer Bildschirm links, Laptop-Display als sekundärer Monitor rechts.
  3. Mittels disper -s lässt sich der primäre Monitor wieder auf das Laptop-Display reduzieren. Der externe Monitor wird deaktiviert.
  4. Das ganze nun in ein Script namens toggleDisplay gepackt und unter /usr/local/bin/ ausführbar abgespeichert.
    Das Script hat folgenden Inhalt:

    #!/bin/sh
    disper --displays=auto -e
    lines=`disper -l|wc -l`
    
    display_count=$((lines / 2))
    
    ## nur ein Monitor --> Laptop DFP-0
    if [ $display_count = 1 ] ; then
    
       disper -s
    
    ## 2 Monitore --> linker Bildschirm soll Samsung sein, rechter soll Laptop sein
    else
    
       disper -e -d DFP-1,DFP-0
    
    fi
  5. Zu guter Letzt habe ich den Befehl noch auf das Tastenkürzel Strg+F8 und in die Startprogramme gelegt. Mit letzterem sucht Ubuntu nun bei jedem Systemstart nach der gerade aktuellen Konfiguration.

Ich weiß, dieser Ansatz ist sehr minimalistisch, aber genau deshalb ist er auch so gut.

Bei ausgefalleneren Konfigurationen kann man auch einfach mal einen Blick in die manpages werfen. Hat bei mir auch geholfen ;-).

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Kategorien:Linux & Ubuntu

Autoscroll in Firefox unter Ubuntu auch bei Dualboot aktivieren

Juni 9, 2011 1 Kommentar

Mich hat dieses Thema schon seit langem genervt. Jetzt habe ich endlich eine Lösung gefunden.

Ich habe auf meinem Laptop sowohl Ubuntu 10.10 als auch Windows 7 installiert. Da es lästig ist, Firefox und Thunderbird getrennt zu verwalten, habe ich mich schon vor längerer Zeit dazu entschieden ein gemeinsames Profil unter beiden Betriebssystemen zu nutzen.

Dabei hat sich leider immer ein Problem eingeschlichen: Wenn ich unter Windows 7 den Firefox geöffnet habe und anschließend nach Ubuntu wechsle, ist dort der vorher aktivierte Autoscroll immer wieder deaktiviert.

Nach langem Suchen habe ich nun endlich eine Lösung gefunden, die ich hier erläutern möchte:
Man muss im Profilordner, in welchem sich auch die Datei „prefs.js“ befindet, die Datei „user.js“ anlegen. Diese Datei wird im Gegensatz zur „prefs.js“ von externen Programmen nicht mehr angefasst. In diese Datei trägt man folgende Zeilen ein:

user_pref("general.autoScroll", true);

Nach einem Neustart des Firefox werden die Einstellungen der „prefs.js“ geladen und die entsprechenden Zeilen mit denen aus der „user.js“ überschrieben.

Aber Achtung: Firefox prüft nicht auf Plausibilität der Einträge in der „user.js“. Also vorher genau prüfen, was man hier einträgt.

Anschließend funktioniert der Autoscroll von Firefox unter Ubuntu auch bei Dualboot.

Kategorien:Linux & Ubuntu

Fedora 15 mit Gnome 3 unter VirtualBox 4.0.8

Da die gesamte Ubuntu-Welt sich momentan über das neue Unity streitet, habe auch ich mir mal meine Gedanken dazu gemacht.

Da ich auf meinen Produktivsystemen durchgängig Ubuntu 10.10 einsetze, habe ich bis jetzt Natty nur als Live-CD in einer VM getestet, war aber von den Einschränkungen gegenüber Gnome 2 nicht so begeistert. Daraufhin habe ich mir gedacht, ich schaue mir mal Gnome 3 an.
Der einfachste Weg Gnome 3 auszuprobieren ist es, das frisch herausgekommene Fedora 15 in einer VM zu installieren. Um allerdings Gnome 3 testen zu können, benötigt man die Version 4.0.8 von VirtualBox, da erst ab dieser die 3D-Beschleunigung für Gnome 3 und Unity unterstützt wird.

So also ran ans Werk:
Zuallererst lade ich mir den Final Release von Fedora 15 herunter und installiere ihn in der VM. Nach einem Neustart zeigt sich bereits mein frisch installiertes Fedora, allerdings nur im Fallback-Modus mit Gnome 2. Zur Aktivierung der 3D-Beschleunigung müssen nämlich erst die Gasterweiterungen installiert werden. Dabei bin ich nach der Anleitung von linuxundich vorgegangen. Danke an dieser Stelle.
Soweit so gut. Nach einem erneuten Anmelden zeigt sich mir auch schon der neue Desktop von Gnome 3 und ich muss gestehen, die neue Bedienung hat etwas. Das einzige, was mir etwas fehlt, sind die vielen Einstellmöglichkeiten, die ich unter Gnome 2 hatte, aber ich denke, da werden die Entwickler auch noch etwas nacharbeiten. Und solange gibt es ja das gnome-tweak-tool.

Ein Problem hatte ich allerdings beim Test, das auch schon bei anderen aufgetreten ist: Gnome 3 will in der Systemsprache Deutsch einfach nicht laufen. Solange ich in englischer Sprache bin, klappt alles und ich kann Gnome 3 testen. Stelle ich allerdings auf deutsch um, so schmiert mir das System kurz nach dem Login ab. Keine Ahnung warum…
Beheben kann man das ganze, indem man in der VM die 3D-Beschleunigung deaktiviert und im Fallback-Modus wieder auf englisch umstellt. Ich hoffe, hier gibt es bald einen Workaround.

Ansonsten ist Gnome 3 eine sehr schöne Desktop-Umgebung und setzt sich hoffentlich auch gegen Unity durch.

Kategorien:Linux & Ubuntu

Spracherkennung für einen Roboter

Mai 11, 2011 1 Kommentar

Wie bereits angekündigt möchte ich in diesem Blog neben meinen Erfahrungen rund um Linux & Ubuntu auch Projekte aus der Elektronik und der Elektrotechnik vorstellen.

Thema hier ist eigentlich das Thema meiner Studienarbeit: Aufbau und Test einer Sprachsteuerung für einen Roboter.
Vorlage für dieses Projekt ist ein Spielzeugroboter (R2D2) von Hasbro, der leider in Deutschland nicht auf den Markt gekommen ist. Dieser kann mittels einer einfachen Kommandostruktur mit ein paar Verzweigungen gesteuert werden. Nachteile dabei sind allerdings die beschränkte Kommandostruktur (ca. 50 Begriffe) und die Tatsache, dass der Roboter nur auf englisch gesteuert werden.
Ziel meiner Arbeit soll es sein, eine Sprachsteuerung aufzubauen, mit der es möglich ist, den Robbi mit einer etwas intelligenteren Kommandostruktur und vor allem mit mehr (deutschen) Kommandos zu steuern.

Schritt 1 meiner Arbeit hat sich erstmal mit der sprecherunabhängigen Spracherkennung (engl. speaker-independent voice recognition, kurz SI-VR) beschäftigt, also dem Einlesen in die Thematik. Da dieses Thema sehr theorethisch ist, möchte ich hier erstmal nicht weiter darauf eingehen (ist etwas trocken).

Im weiteren Verlauf habe ich dann mit meinem Projektpartner ein geeignetes Sprachmodul ausgesucht, welches auf einfache Weise mit Sprachbefehlen gefüttert werden kann. Problem ist nämlich bei der SI-VR, dass man Akustikmodelle von mehreren tausend Sprechern benötigt, um damit überhaupt ein Wort zu verstehen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wir sind letztendlich beim VoiceGP DKT2SI von VeeaR gelandet. Bei diesem Entwicklungsboard ist bereits alles dabei:

  • Platine, mit Prozessor RSC4128, welches 56 Pins mit diversen Schnittstellen liefert (z.B. SPI)
  • Entwicklungsboard, mit diversen Einstellungsmöglichkeiten
  • Mikro bereits auf Entwicklungsboard integriert –> Sofort startklar
  • Slot für SD-Karte, falls interner Speicher nicht ausreichend ist
  • Diverse Software (Entwicklungsumgebung, Spracherkennungs- und Sprachsynthesesoftware etc.)

Besonders hilfreich ist die Software T2SI (Lite), die eine einfache und schnelle Erstellung von Akustikmodellen und Vokabularen ermöglicht. Der Benutzer kann dabei zwischen verschiedenen Sprachen (englisch, deutsch, franz., ital. etc.) wählen. Allerdings ist diese Software kostenpflichtig (Einzelpreis ca. 200 €), sie ist allerdings bei dem von uns ausgesuchten Paket dabei.

Nach einigem Herumspielen mit dem Board, ist es schließlich möglich, dass das Board unsere Kommandos versteht und auch eine von uns gewählte Melodie abzuspielen. Damit können wir also nun eine sinnvolle Kommunikation mit dem Board implementieren.

Unsere Aufgaben sind also:

  • Erstellen des Programmcodes im Top-Down-Ansatz
  • Erstellen von Vokabularen und Akustikmodellen
  • Einspielen von Ausgabesätzen und Melodien
  • Test der Software

Mit diesen Vorgaben mach ich mich mal an die Arbeit und melde mich in Kürze wieder.

Wolowitz

Kategorien:Elektrotechnik

Mein erster Blog

So nun hab auch ich mich dazu entschieden, das Web mit meinen Meinungen und Erfahrungen zu bereichern. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden auf wordpress einen Blog zu eröffnen.

Themen gibt es natürlich immer viele, über die man schreiben kann…
Hier bei diesem Blog soll es aber hauptsächlich um meine Hobbys gehen. Da sind auf der einen Seite das Herumspielen mit dem Betriebssystem Ubuntu sowie auch Erfahrungen mit anderen Linux-Distributionen vor allem aus der Serverwelt.
Ein weiterer Schwerpunkt sollen meine Vorlieben für die Elektrotechnik sein. Da ich selber gerade in der Endphase meines Studiums zum Elektroingenieur befinde, gibt es auch hier immer wieder interessante Themen, über die man berichten kann.
Außerdem werde ich wohl auch manchmal recht zusammenhanglose dinge posten, die aus allen möglichen Bereichen kommen können.

Ich hoffe an dieser Stelle, dass dieser Blog mir den gewünschten Spaß und natürlich die hoffentlich reichlichen Erfahrungen bringen wird, die ich mir erhoffe.
So das wars jetzt aber auch mit dem ersten Eintrag. Viel Spaß. 😉

Kategorien:Linux & Ubuntu